Kategorie : Stadtplanung, Bau & Verkehr

Startseite/Archiv nach Kategorie Stadtplanung, Bau & Verkehr

Modellversuch Nördliche Bahnhofstraße gescheitert

Aus unserer Sicht hat sich der Modellversuch nicht bewährt, u.a. weil es schon von vorne herein keine klare Regelung für die Radfahrer gab. Die deutliche Mehrheit der Radfahrer nutzt den freigegebenen Fußweg. Was wurde also letztlich durch den Modellversuch erreicht? Es wurde ein Schilderwald aufgestellt. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h hat sich kaum ausgewirkt. Das Thema Lärm wird genauso ideologisch dargestellt wie die Feinstaubproblematik in Stuttgart. Schon allein der Messzeitpunkt während des Modellversuchs lässt das Zahlenwerk in sich zusammenbrechen. Wie kann es sein, dass zu einem Zeitpunkt gemessen wurde, als die Fellbacher Straße in Schmiden komplett gesperrt war? Folge war, dass rund 1300 Fahrzeuge pro Tag weniger in der Bahnhofstraße fuhren als vorher und dennoch war die Lärmminderung minimal, was eigentlich auch völlig logisch ist, weil es tatsächlich völlig unerheblich und messtechnisch kaum wahrnehmbar ist, ob ein Fahrzeug 50 oder 30 km/h fährt. Für den Lärm sind viele andere Faktoren maßgeblich. Der für mich alles entscheidende Faktor des Scheiterns ist aber die deutliche Steigerung der Verkehrsunfallzahlen von 17 auf 29. Angetreten sind die Stadtverwaltung und Teile des Gemeinderates mit dem Ziel, etwas für die Verkehrssicherheit tun zu wollen, letztlich hat man sie im Modellversuch verschlechtert. Unserer Meinung nach muss die nördliche Bahnhofstraße neu gedacht werden!

(Klaus Auer im Fellbacher Stadtanzeiger 37/2018)

FW/FD-Fraktion zum GEWA-Tower

gewatower

Die Auseinandersetzung um den GEWA-Tower hat in der Öffentlichkeit ein Ausmaß erreicht, dass wir es für angebracht halten, mit einer entsprechenden Pressemitteillung dazu Stellung zu beziehen. Uns ist es ein Anliegen die Diskussion zu versachlichen. Die Materie ist komplex und an der einen oder anderen Stelle wird vergessen, dass nicht die Stadt Fellbach der Bauherr ist, sondern es sich um ein privates Bauprojekt handelt. Das bedeutet jedoch auch, dass der Gemeinderat einen klar definierten Handlungsspielraum hat.

Wir haben für Seie hier die komplette Pressemitteilung.

Weiterlesen

„ Erguss von Halbwissen“

Leserbrief von GR Thomas Seibold in der FZ

Der Leserbrief des Herrn Ludwig vom 08.08. bedarf eines Kommentares bzw. einer Korrektur. So ist das halt, wenn sich Menschen mit gefährlichem Halbwissen aufgerufen fühlen andere zu belehren. Woher Herr Ludwig seine Berufung nimmt sich über Einsatzfahrten der Hilfs- und Rettungskräfte zu äußern weiß ich nicht, ich kann auf die Erfahrung aus 28 Jahren aktivem Feuerwehrdienst und einigen hundert Einsatzfahrten zurückgreifen. Diese Erfahrung beinhaltet eine grundsätzliche Unberechenbarkeit anderer Verkehrsteilnehmer, auf die ich im Einzelnen hier gar nicht eingehen kann. Das ich FW/FD-Stadtrat und damit Fraktionskollege von Klaus Auer bin tut hier im Übrigen nichts zur Sache.

Weiterlesen

Leserbrief zu Tempo 30 in der nördlichen Bahnhofstraße

Mir scheint die bisherige Diskussion eher ideologisch als sachlich geführt zu werden.

Vorab gesagt Ideologie war und ist immer ein schlechter Berater. Nun aber mal zu den Fakten:

  1. Die Bahnhofstraße ist eine Ortsdurchgangsstraße, ob man es wahrhaben will oder nicht.
  2. Die heute tagsüber gefahrene Geschwindigkeit beträgt gerade mal 27 km/h.
  3. Im 24 Std. Zeitraum beträgt die sogenannte V 85 Geschwindigkeit gerade mal 37 km/h. V 85 ist für alle Straßen gemeinhin der Gradmesser für Geschwindigkeitsüberschreitungen. Es wird immer den einen oder anderen Fahrzeugführer geben, der sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. Dies gilt sowohl bei Tempo 30 wie bei Tempo 50.
  4. Es gibt normalerweise 3 Gründe, die Geschwindigkeitsreduzierungen überhaupt zulassen, denn nach wie vor gilt, trotz mehrfacher Änderungen der StVO, 50 km/h als Regelgeschwindigkeit im innerstädtischen Verkehr. Realistisch betrachtet ist aber heute schon 50 km/h die Ausnahme und nicht mehr die Regel. Das mögen zwar manche Menschen gut und richtig finden, ich persönlich halte es für einen Irrweg – dies zu begründen würde aber den Rahmen eines Leserbriefes sprengen. Nun aber zu den 3 Gründen:
    a) Aus Verkehrssicherheitsgründen – bedeutet die Unfallzahlen infolge überhöhter Geschwindigkeit müssten dafür sprechen – tun sie aber nicht, weil die Geschwindigkeit in der Bahnhofstraße nicht die Ursache ist – wie sollte sie es auch, denn tagsüber, wo die allermeisten Unfälle geschehen, ist schon heute die Geschwindigkeit nur bei 27 km/h.
    b) Aus Lärmschutzgründen – dies ist immer ein Thema, dass gerne gezogen wird, um Geschwindigkeitsreduzierungen durchzusetzen. Wer glaubt, dass der Lärm objektiv gemessen wird, irrt jedoch – er wird am Reißbrett errechnet. Ich bin 100%ig davon überzeugt, dass die gefahrene Geschwindigkeit egal ob 30 oder 50 km/h keine Rolle für den Lärm spielt. Es sind vielmehr viele andere Faktoren, die dafür ursächlich sind. Die Lärmmessungen die die Stadt durchführen will, werden es beweisen. Fazit auch der Lärm ist kein Argument.
    c) Dann bleibt nur noch das Totschlagargument aus städtebaulichen Gesichtspunkten – zu städtebaulichen Gesichtspunkten gehört aber nicht ein Menge von Tempo 30 Schildern aufzustellen, sondern umfangreiche gestalterische Baumaßnahmen – daran denkt aber derzeit nicht wirklich jemand, denn dafür ist schlicht kein Geld vorhanden. Also scheidet auch dieses Argument aus.
Weiterlesen

Tempo 30 in der nördlichen Bahnhofstraße

Sehr geehrter, lieber Herr Oberbürgermeister Palm,

gerne möchten wir nochmals auf unseren Vertagungsantrag in der letzten GR-Sitzung zu diesem wichtigen Tagesordnungspunkt zurückkommen. Neben der Tatsache, dass seit der GR-Klausur (wie auch von Oberbürgermeister Christoph Palm ausgeführt) neue Planvarianten ins Spiel gebracht wurden und zwei unserer zu diesem Thema sachkundigsten Fraktionsmitglieder bei der letzten Sitzung allein berufsbedingt fehlen mussten, waren es vor allem zwei Gesichtspunkte, die uns bewogen haben, die Vertagung dieses wichtigen Punktes  zu beantragen:

  • Die Bahnhofstraße wird mit den ihr in dem Umsetzungsvorschlag zugewiesenen Funktionen (Ortsdurchgangs- und –verbindungsstraße, sichere Straße für Fahrradfahrer, Einkaufs- und Flaniermeile, ÖPNV-Straße) u. E. überfordert, denn auch die Bahnhofstraße ist keine „eierlegende Wollmilchsau“. Deshalb können wir die jetzt vorliegende  „Misch-Masch-Vorlage“ in der wir einen „faulen Kompromiss“  sehen, nicht gutheißen. Vielmehr teilen wir die Auffassung eines FZ-Leserbriefschreibers vom 12. Juli 2016, dass „es nichts bringt, wenn wir ein paar Schilder aufstellen mit Tempo 30 und den Radweg auf die Straße verlegen. Vielmehr muss die Bahnhofstraße komplett neu gestaltet werden“.
  • Nach wie vor sind Fragen offen und Probleme ungelöst. So fragen wir uns,  wie es zukünftig um die Verkehrslenkung (insbesondere der Fahrradfahrer) aber noch mehr um deren Verkehrssicherheit bestellt sein wird. Wir wollen nicht an einem Beschluss mitwirken, der womöglich nachher Konfusion auslöst und vor allem das Leben unsicherer (häufig jüngerer und älterer)  Fahrradfahrer aufs Spiel setzt.
Weiterlesen

Familienzentrum und U-Turn notwendig

FW/FD-Fraktion hält das Familienzentrum und  den U-Turn für notwendig

Mit Befremden hat der Vorsitzende der FW/FD-Gemeinderatsfraktion Ulrich Lenk auf den Leserbrief von  Kurt Schmauder  „Schlag ins Gesicht“ in der FZ vom 26. April reagiert. Lenk wörtlich:  „Angesichts des von Herrn Schmauder angeschlagenen Tons frage ich mich schon, ob es zukünftig noch Sinn macht,  sich mit Kirchenvertretern und anderen Projektbeteiligten  in vertraulicher Runde  im Rathaus an einen Tisch setzen um sachlich und zielführend nach einer Lösung für das Familienzentrum zu suchen, wie dies am 12. April geschehen ist“.

Was den U-Turn betrifft,  haben Vertreter des städtischen  Baudezernats  in der Klausurtagung des Gemeinderats am 18. April nochmals mit Vehemenz und guten Argumenten auf die Bedeutung dieses Verkehrsprojekts für die Bewältigung des zunehmenden Verkehrs in Fellbach hingewiesen.  Nach ausführlicher Diskussion und Abwägung der Argumente und Kosten  hat sich dann eine Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder dafür ausgesprochen, dieses jahrelang vor sich hergeschobene Projekt  wie im laufenden Haushaltsplan vorgesehen jetzt endlich umzusetzen, auch wenn bedauerlicherweise mit Mehrkosten von  500.000.– €  gerechnet werden muss.  Den  U-Turn als Projekt abzutun „das niemand vermisst und gleich gar nicht braucht“  und dann auch noch gegen das Familienzentrum „auszuspielen“, wie das Herr Schmauder macht ,  ist anmaßend und verantwortungslos.

Verkehrsentwicklung in Fellbach

Die Fraktion der Freien Wähler und Freien Demokraten (FW/FD) veranstaltet am Mittwoch, 25. März, eine öffentliche Fraktionssitzung zum Verkehrsentwicklungsplan für Fellbach unter dem Motto „Grundzüge – Erwartungen – Gefahren“. Sie beginnt um 19.30 Uhr im kleinen Saal des Fellbacher Rathauses. Mit dabei sein werden die Baubürgermeisterin Beatrice Soltys, Johannes Maier von der Industrievereinigung, die Gewerbevereinsvertreter Volker Kurz, Harald Kuhnle und Jörg Schiller sowie der Verkehrsplaner Norbert Anstett. Für die Fraktion werden als Verkehrsexperte der Polizei-Revierleiter Klaus Auer und Stadtbrandmeister Rainer Seeger mitdiskutieren. Die Fraktion erhofft sich rege Beteiligung der Öffentlichkeit, um Anregungen zu erhalten.

Weiterlesen

Straßenumbenennungen

Beitrag in der Fellbacher Zeitung vom 29.01.2015 zu den aktuellen Diskussionen um Straßenumbenennungen:

FW/FD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Lenk bremst bei Straßennamen Fellbach Der Gemeinderat wird am 3. Februar über Anträge beraten, die Hindenburg-, die Ernst-Heinkel- und die AugustLämmle- Straße umzubenennen, weil diese Persönlichkeiten angeblich Nazi-Anhänger oder keine Demokraten waren und damit keine Vorbilder sein können. Der FW/ FD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Lenk hat schon im Vorfeld vor

Weiterlesen

Mobilitätszentrale Bahnhof der Zukunft

Sehr geehrter  Herr Oberbürgermeister Palm,
liebe Gemeinderatskolleginnen und  -Kollegen,
sehr verehrte Zuhörer,

Im Ergebnis wird unsere  FW/FD – Fraktion der Vorlage und damit dem Umbau des EG des Bahnhofgebäudes zu einer Mobilitätszentrale zustimmen, wenn von der Verwaltung zugesichert wird, dass spätestens 2016  ein Erfahrungsbericht vorgelegt und ggf. Maßnahmen zur Modifizierung und Optimierung auch unter dem Aspekt von Einsparungsmöglichkeiten beschlossen werden.

Wir halten grundsätzlich die vom Verband der Region Stuttgart (VRS) großzügig geförderte Idee der Schaffung einer Mobilitätszentrale mit den in der Anlage 1 der Vorlage aufgezählten vielfältigen Dienstleistungs- und Beratungsangebote für sehr interessant. Und wir versprechen uns etwas davon, wenn dieses Angebot unter der Regie der Stadt Fellbach erfolgt, weil dann sichergestellt ist, dass unsere besonderen Interessen wie z.B. Tourismuswerbung für Fellbach, Bewerbung von Veranstaltung und regionalen Produkten oder fellbachbezogene Workshops und  Ausstellungen ……) nicht zu kurz kommen.

Wir halten auch die Idee, das operative Geschäft bei der Schwabenlandhallen GmbH  und ihrem auch für den Tourismus in Fellbach zuständigen Geschäftsführer Jens Mohrmann anzusiedeln für richtig.

Weiterlesen