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Modellversuch Nördliche Bahnhofstraße gescheitert

Aus unserer Sicht hat sich der Modellversuch nicht bewährt, u.a. weil es schon von vorne herein keine klare Regelung für die Radfahrer gab. Die deutliche Mehrheit der Radfahrer nutzt den freigegebenen Fußweg. Was wurde also letztlich durch den Modellversuch erreicht? Es wurde ein Schilderwald aufgestellt. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h hat sich kaum ausgewirkt. Das Thema Lärm wird genauso ideologisch dargestellt wie die Feinstaubproblematik in Stuttgart. Schon allein der Messzeitpunkt während des Modellversuchs lässt das Zahlenwerk in sich zusammenbrechen. Wie kann es sein, dass zu einem Zeitpunkt gemessen wurde, als die Fellbacher Straße in Schmiden komplett gesperrt war? Folge war, dass rund 1300 Fahrzeuge pro Tag weniger in der Bahnhofstraße fuhren als vorher und dennoch war die Lärmminderung minimal, was eigentlich auch völlig logisch ist, weil es tatsächlich völlig unerheblich und messtechnisch kaum wahrnehmbar ist, ob ein Fahrzeug 50 oder 30 km/h fährt. Für den Lärm sind viele andere Faktoren maßgeblich. Der für mich alles entscheidende Faktor des Scheiterns ist aber die deutliche Steigerung der Verkehrsunfallzahlen von 17 auf 29. Angetreten sind die Stadtverwaltung und Teile des Gemeinderates mit dem Ziel, etwas für die Verkehrssicherheit tun zu wollen, letztlich hat man sie im Modellversuch verschlechtert. Unserer Meinung nach muss die nördliche Bahnhofstraße neu gedacht werden!

(Klaus Auer im Fellbacher Stadtanzeiger 37/2018)